Silke Gebel fordert Sondergipfel gegen Kinderarmut

Zur Bertelsmann-Studie über Kinderarmut in Deutschland erklärt Silke Gebel, Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus:

„Für ein reiches Land wie Deutschland ist es ein Armutszeugnis, dass mehr als jedes fünfte Kind hier in Armut aufwächst. In Berlin geht die Kinderarmut seit 2014 zurück, trotzdem sind die Zahlen weiterhin alarmierend und ein Auftrag an uns Politiker*innen, nicht nachzulassen und weiter dafür zu kämpfen, dass Kinder nicht in Armut aufwachsen. Chancengleichheit für die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft herzustellen, muss das gemeinsame politische Ziel aller sein. Doch die Coronakrise verschärft die Situation für viele Familien noch weiter. Es ist offensichtlich, dass die bisherigen Instrumente nicht ausreichend greifen. Deshalb fordere ich einen Sondergipfel Kinderarmut, bei dem die Familienminister*innen der Länder eine überfällige Gesamtstrategie gegen Kinderarmut beraten. Wir Grüne setzen uns auf Bundesebene für eine Kindergrundsicherung ein – diese muss endlich kommen! Auf Landesebene haben wir ein Familienfördergesetz auf den Weg gebracht. Das sieht Familienservicebüros in allen Bezirken vor, in denen Familien beraten werden und alle Leistungen, die ihnen zustehen, gebündelt beantragen können. Finanzielle Armut geht oft mit Bildungsarmut einher. Deshalb erwarte ich, dass alles getan wird, um eine erneute Schließung von Schulen und Kitas aufgrund der Coronakrise zu verhindern. Wir dürfen als Gesellschaft kein Kind zurücklassen.“

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