Zur Frage des Mitmachens

Gestern hat die GRÜNE JUGEND mit der Bundeszentrale für Politische Bildung und dem Deutschen Bundesjugendring als RPJ (Ring politischer Jugend) – Vorsitz einen Workshop zu Partizipation von Menschen mit Migrationshintergund organisiert und beherbergt. Teilgenommen haben ca. 40 Leute aus der (politischen) Jugendarbeit der verschiedensten Organisationen. Neben Menschen, die in kleinen Stadtteilprojekten konkret mit den Leuten vor Ort arbeiten saßen wir als politische „JungfunktionärInnen“, die diese Frage unter dem Aspekt verstärkter Beteiligungsmöglichkeiten im Rahmen von Berlin 08 und darüber hinaus diskutiert wissen wollten.

Vielleicht durch den großen Kreis, vielleicht durch die unterschiedlichen AkteurInnen, die hier am Tisch saßen, am Ende hatten wir eine sehr gute umfassende Darstellung der Lebenssituation von jungen Menschen mit Migrationshintergrund primär aus sozial schwachen Verhältnissen erfahren…Für den Leitantrag der GRÜNEN JUGEND, der sich mit dem Thema Gesellschaft beschäftigt ein super Input. Dennoch hat Mely Kiyak einen wichtigen Punkt angebracht: Diese Inhalte bringen uns weder auf Papier noch im Internet als tolle Beschlüsse etwas, wenn wir es als GRÜNE JUGEND (oder andere Organisationen) nicht schaffen mehr Abbild der Gesellschaft in unserer Mitgliedermischung zu sein..

Zu der Frage, wie hier politische Partizipation erreicht werden kann (denn das sie wichtig ist, da waren sich alle bis auf die Vertreter der Jungen Union, die in ihrer Wahrnehmung von „Ausländern“ statt Menschen mit Migrationshintergrund sprechen, einig), gab es den Vorschlag von Mentoringprogrammen oder „innovativen Methoden wie Planspielen etc.“… Mir stellt sich hier die Frage der realisierbaren Machbarkeit.

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  1. Silke Gebel

    Politische Partizipation lebt meines Erachtens nach davon, dass das Gestalten Spaß macht und etwas ernsthaftes rauskommt, was bleibt und was positiv verändert. Dahingehend müssen politische Konzepte sich verändern. Mentoring ist eine nette Idee, meiner Erfahrung nach rechtfertigt der Aufwand nicht das Ergebnis. Planspiele sind eine nette Sache, allerdings bleibt eine Simulation eine Simulation. Demokratie sieht anders aus. Deshalb müssen Strukturen von direkter Demokratie gestärkt werden, da hier konkrete Projekte gemeinsam entschieden werden.
    zur Frage der praktikablen Lösung: Ich bin auf der Suche nach praktikablen Lösungen und habe einen ungefähren Plan im Kopf. Bin also immer für Vorschläge offen.
    Gruß

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