Wie werden Elektrogeräte in Berlin verwertet

Jedes zweite Jahr ein neues Handy, alle sechs Jahre einen neuen Fernseher. Wir tauschen immer schneller unsere Elektrogeräte gegen neue aus. Was passiert eigentlich mit den alten Geräten, die wir nicht mehr nutzen und oft noch funktionieren? Zu diesem Thema habe ich beim Senat schriftliche Fragen eingereicht.

Rohstoffe sind endlich, diese Binsenweisheit führt zu steigenden Preisen und einem immer extensiv betriebenen Abbau – kein noch so weit abgelegener Fleck dieser Erde ist sicher vor dem Rohstoffhunger unserer Gesellschaften. Es ist von zentraler Bedeutung, dass wir Rohstoffe bestmöglich nutzen, hierzu muss die Sammlung und auch die Verwertung von Elektrogeräten optimal ausgestaltet werden.

Bezüglich der Sammlung von Elektrogeräten reichte ich bereits vor einigen Wochen Fragen beim Senat ein,ihr könnt die Fragen und die Antworten vom Senat hier nachlesen. Nun habe ich weitere Fragen bezüglich der Verwertung von Elektrogeräten eingereicht.
Die Antworten des Senates zeigen, dass neben der Sammlung auch die Verwertung der Elektrogeräte Optimierungspotentiale birgt. Ein zentrales Anliegen von mir ist, dass bei der Verwertung von Elektrogeräten die Abfallhierarchie des Kreislaufwirtschaftsgesetzes eingehalten wird. Diese Hierarchie sieht vor, dass eine Wiederverwendung der stofflichen Verwertung vorzuziehen ist. Die Wiederverwendung wird in Zukunft noch wichtiger, da die KomsumentInnen immer mehr noch funktionierende Geräte gegen neue austauschen. Für diese noch funktionierende Geräte gibt es zumeist einen Markt, dementsprechend ist es sinnvoll, diesen Markt zu bedienen und die noch funktionierenden und nicht allzu betagten Geräte wiederzuverwenden. Zwar werden in Berlin nach Angaben des Senates rund 5% der Geräte wiederverwendet, jedoch fehlt beim Senat bzw. bei der BSR eine Strategie diesen Wert zu steigern. Auf meine Frage welche Anstrengungen unternommen werden, die eingesammelten Geräte wiederzuverwenden bzw. einer Vorbereitung zur Wiederverwendung zuzuführen, verweist der Senat in seiner Antwort lediglich auf den entsprechenden Paragrafen im Kreislaufwirtschaftsgesetz. Meine Vermutung ist, dass über keine Anstrengungen berichtet werden kann, weil es diese nicht gibt! Hier muss die BSR besser werden.

Image by Kevin Dooley, CC BY 2.0

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