Wie geht es weiter mit der Pilotanlage SPREE2011 im Osthafen?

Jedes Jahr läuft in Berlin durchschnittlich dreißig Mal die Kanalisation über. Nach starkem Regen kann die Kanalisation das Wasser nicht schnell genug abtransportieren. Damit nicht die Straßen überschwemmt werden, wird das Gemisch aus Abwässern aus den Haushalten und dem Regenwasser in die Gewässer Berlins geleitet. Dies führt dazu, dass sich die Wasserqualität drastisch verschlechtert, die Flora und Fauna leidet.

Möchte man dieses Problem lösen, müssen Speicher für überschüssiges Regenwasser gebaut werden. Ein solcher Speicher wurde im Osthafen gebaut, in der Pilotanlage SPREE2011 werden im Jahr 7.500m³ Abwässer zwischengespeichert, damit die dreckige Brühe nicht die Gewässer Berlins verschmutzt. Im Prinzip ist dieser Speicher eine riesige Regenwassertonne, die im Osthafen schwimmt. Nun gibt es das Problem, dass die wasserbehördliche Genehmigung für diese Anlage im April ausläuft und noch immer nicht klar ist, wie es weitergeht. Ich habe diesbezüglich beim Senat nachgefragt. Meine Fragen und die Antworten des Senates findet ihr hier.

Da die Wasserqualität der Spree noch immer den europarechtlichen Anforderungen weit hinterherhinkt und jede Maßnahme die Wasserqualität in Berlin zu verbessern begrüßt und unterstützt werden muss, ist noch immer unklar, ob die SPREE2011 Anlage im Osthafen weiterbetrieben werden kann. Nach Aussagen des Senates bestehen keine Pläne seitens des Landes Berlin die Anlage anzukaufen. Auch läge kein Verlängerungsantrag der Berliner Wasserbetrieb vor.
Der Senat hat keine klare Linie im Bezug auf dieses innovative Projekt, wieso so zögerlich in dieser Sache verfahren wird, erschließt sich mir nicht. Ich werde dieses Thema weiter begleiten und an dieser Stelle über Neuigkeiten informieren.

Image by Marco Rahn (CC BY-NC-SA 2.0)

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