Wie belastet sind die Berliner Böden?

Die UN haben das Jahr 2015 zum Internationalen Jahr des Bodens ausgerufen. Sie wollen damit auf die Bedeutung des Bodens und seine Funktionen hinweisen. Der Boden ist eine wichtige Ressource. Er ist der drittgrößte Speicher von Kohlenstoff und spielt so eine erhebliche Rolle im Klimaschutz. Auch als Filter für das Grundwasser benötigen wir den Boden. Meine Anfrage und die Antworten des Senats finden Sie hier.

Deshalb brauchen wir Bodenschutz, um den Boden und seine Funktionen zu erhalten. In Berlin sind diese Funktionen insbesondere durch Altlasten bedroht. Leider wurde über Jahrzehnte bei der industriellen Nutzung vieler Flächen wenig Rücksicht auf den Verbleib der Schadstoffe genommen. Diese Stoffe befinden noch heute in den Berliner Böden und gefährden zum Teil das Trinkwasser.

In einer Anfrage habe ich den Senat gefragt, wie belastet die Berliner Böden sind. Im Altlastenkataster werden aktuell 1378 Flächen mit Altlasten oder schädlichen Bodenveränderungen geführt. Circa 700 Flächen mit Altlasten oder unter Altlastverdacht liegen im Trinkwasserschutzgebiet. Die Antworten des Senats zeigen: Der größte Teil der Flächen ist noch nicht saniert.Trotzdem sieht der Senat keine Notwendigkeit für einen Altlastensanierungsfond. Ebensowenig plant der Senat, einen Bodenzustandsbericht für Berlin zu erstellen.

Image Paul Schulze / Humboldt Universität zu Berlin (CC-BY 4.0) 

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