„Unter dem Pflaster liegt die Stadt“

Berlins historische Mitte ist von der jetzigen Stadt überwachsen. An vielen Orten, sicherlich aber um den Alexanderplatz, die Friedrichswerdersche Kirche und den Spittekmarkt stoßen Baurabeiten fast immer auf steinerne Zeugen.

Gemeinsam mit Antje Kapek, Statentwicklungspolitikerin und grüne Kandidatin für das Abgeordnetenhaus, und Astrid Schneider, MdA und dort im Bauausschuss zuständig für die B-Pläne, habe ich mich mit Aktiven des Bürgerforum historische Mitte getroffen. Die engagierte Gruppe führte uns vom Alexanderplatz aus an der Baustelle der U5 vor dem roten Rathaus durch die kleine Grünfläche, an der Humboldtbox vorbei zur Schinkelkirche vor dem Auswärtigen Amt.  Auf diesem Weg fiel auch das Zitat „Unter dem Pflaster liegt die Stadt“. Wenn man sich den Alexanderplatz mit wachen Augen ansieht (vor allem an der Marienkirche merkt man es) fällt das große Niveaugefälle ziemlich auf. Und man stellt die Frage, was war vor dem großen Platz in der Mitte der Stadt? Wie dieser Stadtplan zeigt, gab es ein kleines, gewachsenes Stadtviertel rund um die Kirche, umkreist von der S-Bahn. Und ganz passend: Wie ich gestern herausfand lebten meine Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großeltern in der Rosenstraße 27, also in genau diesem Viertel.

Das Thema gewinnt gerade an Aktualität, auch weil die Bauvorhaben im restlichen Teil der Stadt oder des umliegenden Bezirks ein absehbares Ende haben. Ich glaube, dass Berlin eine historische Chance wie keine andere Großstadt Europas hat, seinen Innenraum zu gestalten. Das wichtigste für mich ist dabei ein gemeinsamer Prozess mit BürgerInnen und StadtplanerInnen, mit ArchitektInnen und HistorikerInnen, mit allen, die Interesse haben ihre Mitte zu gestalten.

Der aktuelle Artikel aus dem Tagesspiegel zu dem Thema, der die Lage gut abbildet, ist hier zu finden.

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