Übers Internet aufs Amt

Wer kennt es nicht: Der Perso läuft bald ab, ein neuer Reisepass muss her oder familiäre Ummeldung auf dem Standesamt steht an. Der unumgängliche, nervtötende Gang aufs Bürgeramt steht an. Lange Schlangen, schlecht gelüftete Räume, spezielle Gespräche am Schreibtisch.

Wie häufig habe ich mir gewünscht, übers Netz schon viel vorher machen zu können. Wenn man sich die Geschichten auf Neuköllner Ämtern anschaut, würde es zwar nicht das Personalproblem lösen, aber entzerrend und nervenschonend wirken. Vieles kann sicherlich schon im Vorfeld erledigt werden. Und: Ein guter Internetauftritt ermöglicht noch viel mehr! Über vieles kann zusätzlich übers Netz informiert werden (zum Beispiel bürgerverständliche Planungsmaßnahmen für die Stadt etc.). Politische Informationen können leicht zugänglich online gestellt werden. Hier noch Ideen des Open Data Networks, die in ihrem Wiki an solchen Projekten arbeiten.

Es gibt jetzt eine Erhebung durch Ernst und Young, bei der alle deutschen Städte über 500.000 untersucht wurden. Berlin hat es leider noch nichtmal unter die ersten 10 geschafft. Da sind Städte wie Mainz, Stuttgart und Göttingen dabei. Schade eigentlich. Aber: Was nicht ist, kann ja noch werden. Grün am 18. September steht auch für Augenhöhe im Netz. Und auch wenn ich in einem anderen Bereich aktiv bin, liegt mir diese prinzipielle neue politische Kultur auf allen Ebenen sehr am Herzen.

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