Termin: Spurenstoffbelastung durch Medikamente im Berliner Trinkwasser

Silke Gebel, umweltpolitische Sprecherin, sagt zur Spurenstoffbelastung durch Medikamente im Trinkwasser und den Gewässern Berlins:

Medikamentenrückstände im Wasser werden für Berlin zur Herausforderung. Schon heute entstehen Einschränkungen im Wasserwerkbetrieb. Wie aus der Senatsantwort auf unserer Anfrage hervorgeht, wurde jüngst im Wasserwerk Tegel aufgrund von Garbapentin-Funden im Tegeler See vorsorglich die Gesamtfördermenge an Trinkwasser reduziert. Das Arzneimittel Garbapentin gehört zu den mengenmäßig meist verabreichten Arzneimitteln und gilt als „reproduktionstoxisch“.

Quelle der Medikamentenrückstände sind Ausscheidungen sowie fälschlicherweise über die Toilette entsorgte Altmedikamente. Mit Blick auf die demographische Entwicklung wird auch der Medikamentenverbrauch zunehmen. Belastungen bei der Wasserförderung werden zunehmen. Berlin muss jetzt Strategien entwickeln, um die Trinkwasserversorgung aus dem Stadtgebiet weiter zu gewährleisten.

Mit dem Thema „Medikamentenrückstände im Wasser“ beschäftigen wir uns in einem Fachgespräch am Donnerstag, 03.09.2015, um 18.30 Uhr im Abgeordnetenhaus (Raum 107). Dazu sind Sie herzlich eingeladen.

Es diskutieren:
– Prof. Dr. Martin Jekel, TU Berlin/Forschungsprojekt Askuris
– Dr. Rainer Bienfait, Berliner Apotheker Verband
– Dr. Benno Rießelmann, ehem. Leiter „Toxikologie“ am Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin Berlin
– Silke Gebel, umweltpolitische Sprecherin Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
– Heiko Thomas, gesundheitspolitischer Sprecher Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Das Fachgespräch ist Start einer vierteiligen Reihe zum Thema „Umweltschatz Wasser“, in deren Zentrum die Frage steht, wie Berlin seine hohe Wasserqualität erhalten kann.

Bei Interesse wird um Anmeldung gebeten: buero.gebel@gruene-fraktion-berlin.de // Hier geht es direkt zur Facebookveranstalung der Grünen Fraktion.


Image by Katharina-Franziska Kremkau / Silke Gebel, MdA (CC BY 4.0)

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