Senat muss beim Sulfat-Gipfel für SAUBERES TRINKWASSER sorgen

Silke Gebel, umweltpolitische Sprecherin, sagt zum Sulfat-Gipfel der Länder Berlin und Brandenburg am Freitag:

Damit das Berliner Trinkwasser sauber bleibt, muss der Sulfatgehalt in der Spree deutlich reduziert werden kann. Dafür müssen die Länder Berlin, Brandenburg und Sachsen sowie die Bergbaubetreiber LMBV und Vattenfall endlich konkrete Maßnahmen vereinbaren.

Im ersten Schritt muss vor allem die Sulfateinleitung in den Braunkohletagebauen technisch verringert werden. Die Bergbaubetreiber sind hier in der Verantwortung und dürfen die Kosten der Folgeschäden des Bergbaus nicht auf die Allgemeinheit abladen. Es darf keine Genehmigungen für neue Tagebaue geben – diese sind klimaschutzpolitisch und wegen der gravierenden Sulfatbelastung unverantwortlich.

Entgegen alter Prognosen steigt die Sulfatbelastung in Berliner Gewässern und in dem für die Trinkwassergewinnung so wichtigem Uferfiltrat stärker als erwartet. Der Grund sind nicht nur alte Tagebaue, die geflutet werden, sondern zunehmend die aktiven Tagebaue. So unterlässt Vattenfall als Bergbaubetreiber in der Lausitz Anstrengungen, um die Sulfatkonzentration an der Einleitstelle des Grubenwassers zu reduzieren. Die bestehenden Behandlungsanlagen reduzieren nur das Eisenhydroxid, das die Verockerung der Gewässer verursacht.

Wir haben zum Thema „Sulfatbelastung der Spree“ seit März 2014 einen Antrag im Abgeordnetenhaus, der am 25. November 2015 endlich im Umweltausschuss behandelt wird. Nach einer gemeinsamen Berlin-Brandenburger Ausschussfahrt haben wir einen Änderungsantrag zur Aktualisierung eingebracht (die aktuelle Fassung finden Sie anbei; Drucksache 17/0175).


Image by Till Krech (CC BY 2.0)

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