Senat greift Impulse des plastiktütenfreien Aktionstages nicht auf

Einzelhändler und Umweltorganisationen haben am 3. Juli mit einem plastiktütenfreien Tag sich für Alternativen zur Plastiktüte stark gemacht. Der Berliner Senat hingegen war nicht dabei. In einer schriftlichen Anfrage habe ich den Senat gefragt, warum er fehlte und inwiefern er das Engagement am plastiktütenfreien Tag aufgreifen möchte.

Mehr als 125 Unternehmen des Einzelhandels und Umweltorganisationen haben am plastiktütenfreien Tag dazu eingeladen, umweltfreundliche Alternativen zur Plastiktüte zu praktizieren und diskutieren. Dieses einmalige Bündnis zur Eindämmung der Plastiktütenflut wollte der Senat jedoch nicht unterstützen. Die Beantwortung meiner Anfrage zeigt: Der Senat wartet lieber auf eine Extraeinladung.

Leider nimmt der Senat diese vorbildliche Initiative auch darüber hinaus nicht auf. Ein Runder Tisch für mehr Mehrweg und „Zero Waste“ ist nicht geplant. Damit verschenkt der Senat die Möglichkeit die bestehende Kooperation von Einzelhandel und Umweltorganisationen fortzuführen und gemeinsam die Flut an Plastiktüten einzudämmen. Der Senat bleibt lieber Einzelkämpfer.

Doch auch als Einzelkämpfer macht der Senat keine gute Figur. Ich habe den Senat nach verschiedensten Maßnahmen zur Reduktion des Plastiktütenverbrauchs gefragt. Ergebnis: Keine der Maßnahmen soll umgesetzt werden. Der Senat wartet lieber ab. Derweil gehen weiterhin jeden Tag 616.000 Plastiktüten über die Berliner Ladentheken.


Image by Katharina-Franziska Kremkau / Silke Gebel, MdA (CC BY 4.0)

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