Senat erkennt Klimanotlage in Berlin an – und wie wir in der Koalition beim Klimaschutz vorangehen

Es ist eine erschreckende Zahl: 92 Prozent der Berliner Stadtbäume sind akut vom Absterben gefährdet. Die beiden vergangenen Hitzesommer haben ihnen schlicht zu sehr zugesetzt. Und es steht zu befürchten, dass uns der Klimawandel auch in kommenden Jahren nicht verschonen und den Berliner Baumbestand weiter angreifen wird. Im Lichte auch dieser Entwicklung hat der Berliner Senat in seiner Sitzung vergangene Woche beschlossen, als erstes Bundesland die Klimanotlage anzuerkennen.

Wir im Berliner Abgeordnetenhaus und als Teil der Regierungskoalition handeln bereits seit Amtsantritt, um in Berlin gegen den Klimawandel anzukämpfen. Der Doppelhaushalt für die Jahre 2020/21, den wir vergangenen Donnerstag im Plenum beschlossen haben, ist hier ein weiterer Teil unseres Weges.

Der zentrale Punkt des neuen Haushalts aus grüner Sicht ist die Berliner Grünbauoffensive. Noch nie wurde in der Hauptstadt so viel Geld für das Stadtgrün eingesetzt, wie wir in den kommenden zwei Jahren investieren werden. Dabei werden wir allein 50 Millionen Euro für Straßenbäume und Parkgrün einsetzen. Weitere 14 Millionen Euro kommen der Strategie Stadtlandschaften zu Gute, durch die u.a. Parkmanager*innen angestellt werden.

Um die Bäume vor weiterem Schaden in heißen Sommern zu bewahren, investieren wir zusätzlich 21 Millionen Euro in die Berliner Forsten. Mit diesem Geld finanzieren wir Waldwege und Wasserbrunnen, die gegen Waldbrände helfen und schaffen Mischwälder, um die gefährlichen Monokulturen in unserer Baumlandschaft aufzulösen.

Am 10. Dezember durfte ich im rbb Kulturradio mit Martin Voß, Leiter der Katastrophenforschungsstelle der FU Berlin, und den Hörer*innen zu diesem Thema diskutieren. Den Beitrag in voller Länge können Sie hier anhören.

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