Sauberes Wasser für Berlin – Nachhaltige Gewässerpolitik jetzt!

Berlin braucht eine nachhaltige Gewässerpolitik mit Visionen: Das Baden muss in der Spree wieder möglich sein. Kinder, die heute geboren werden, sollten als Erwachsene problemlos einen Kopfsprung in die Spree machen können. Heute ist unsere Stadt von diesem Ziel weit entfernt, weil der Senat Probleme nicht oder nur halbherzig angeht. Der Weg zu sauberem Wasser in Berlin ist eine Jahrhundertaufgabe – dafür müssen jetzt die ersten Schritte getan werden. Hier geht es direkt zur Pressemitteilung.

Noch immer schwappt bei Starkregen bis zu 30 mal jährlich mit Fäkalien verseuchtes Wasser aus der Mischwasserkanalisation in die Spree. Weiterhin gelangen zu viel Phosphat, Medikamente und Mikroplastik aus den Kläranlagen in die Gewässer. Und aus den Lausitzer Tagebauen rollt eine Sulfatwelle auf Berlin zu. Schon jetzt messen Fachleute erhöhte Sulfatwerte im Berliner Trinkwasser. Und kurz vor Berlin werden die zulässigen Grenzwerte schon jetzt deutlich überschritten. Das kann gesundheitliche Folgen für Menschen bedeuten.

Um Berlins Gewässer nachhaltig zu entwickeln brauchen wir eine Regenwasserstrategie wie Hamburg mit einem Konzept für mehr Gründächer. Zudem muss Berlin eine vierte Reinigungsstufe für Kläranlagen einführen, um ultrafeine Partikel und Phosphat auszufiltern und nicht in die Gewässer einzuleiten. Vor allem muss der Senat aber mit Brandenburg einen gemeinsamen Maßnahmenkatalog erarbeiten, um Nähr- und Schadstoffe zu reduzieren.

Bereits im Februar diesen Jahres habe ich gemeinsam mit Antje Kapek, MdA und Ralf Steeg die Pilotanlage SPREE2011im Osthafen besucht. Ein Statement zu diesem Thema gaben wir dem SWR.

Image by Jörg Kantel (CC BY-NC-ND 2.0)

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