Saubere Luft in Berlin – Vorbildfunktion des öffentlichen Fuhrparks

Von meinen Anfragen zu den überschrittenen Grenzwerten für Feinstaub, der Stickstoffdioxidproblematik und einem möglichen Vertragsverletzungsverfahren habe ich bereits berichtet. In einer weiteren Anfrage habe ich den Senat zum öffentlichen Fuhrpark und den dadurch emittierten Schadstoffen befragt.

Leider muss festgestellt werden, dass der Fuhrpark der öffentlichen Einrichtungen in Berlin keine Vorbildfunktion für eine nachhaltige Mobilität hat. Lediglich 0,61% der öffentlichen Fahrzeuge haben einen Elektroantrieb, 0,76% sind Hybridfahrzeuge, 1,16% werden mit Gas betrieben – der große Rest 97,19% verbraucht Benzin/Diesel. Auch die Dienstfahrzeuge der SenatorInnen, StaatssekretärInnen und der RepräsentantInnen des Abgeordnetenhaus sind echte Spritschlucker, keines der Fahrzeuge emittiert weniger als 100 g/CO2 pro km.

Von einem umweltfreundlichen Fuhrpark, wie er in den Richtlinien der rot-schwarzen Regierungspolitik 2011 – 2016 beschrieben wird, ist Berlin weit entfernt. Vor allem die 0,61% Anteil an E-Autos ist ein Witz angesichts der groß angekündigten „Schaustelle Elektromobilität“. Die internen Vergabevorgaben müssen dringend angepasst werden.

Image by Blunt (CC BY-SA 3.0)

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