Ruanda wird von Frauen beherrscht

Soeben sehe ich die tolle Neuigkeit, dass Ruanda als einziges und erste Parlament mehr Frauen als Männer als Abgeordnete führt. 44 der 80 Parlamentssitze sind weiblich.

Das kleine Land in Afrika, das in der Vergangenheit so schlimm von Völkermord gebeutelt wurde, hat sich nach dem vorläufigen Ende der Konflikte eine 30%-Frauen-Klausel in die Verfassung geschrieben. Weiterhin sind zwei für Jugendliche und einer für Behinderte reserviert.

Bleibt zu hoffen, dass die Politik in Ruanda weiterhin zu mehr Frieden führt und anhaltender Stammesverständigung. Denn im angrenzenden Ost-kongo gehen die kriegerischen Aktivitäten weiter. Die Rebellengruppen halten sich nicht an Abkommen. Besonders Mädchen und Frauen haben unter den gezielten Menschenrechtsverletzungen der Rebellenmilizen zu leiden. Medica Mondiale e. V. macht sich in diesem Bereich stark und organisiert morgen mit Kerstin Müller, grüne MdB, einen parlamentarischen Nachmittag zu dem Thema.

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