PM: Tempelhofer Feld – Baumoratorium für das Wasserbecken

Antje Kapek, Fraktionsvorsitzende und stadtentwicklungspolitische Sprecherin, und Silke Gebel, umweltpolitische Sprecherin, sagen zu den Planungen des Regenwasserbeckens auf dem Tempelhofer Feld:

Vom geplanten ökologischen und ökonomischen Regenwassermanagement ist nur noch ein Eventbecken übrig.

Anders als versprochen führt der Bau des Beckens nicht zu einer Entlastung des bestehenden Abwassersystems. Die stark verschmutzten Abwässer des Columbiadamms würden weiter in das bereits bestehende Becken geleitet. Für das Binnenklima hat der See aufgrund der geringen Größe ebenfalls keinen nennenswerten Effekt. Der im Paket geplante aufgeschüttete Wall und der Rundweg verbessern die Wegebeziehungen auf dem Feld nicht, sondern zerstören zielgerichtet geschützte Brutgebiete und Biotope und die freie Sicht über das Feld.

Trotz der bekannten Probleme wurde keine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgenommen, die Baugenehmigung ist damit rechtswidrig. Wir fordern den Senat auf, die Baugenehmigung zurückzuziehen. Dann muss unter Einbeziehung der Öffentlichkeit eine ökologische und finanziell solide Alternative für die Regenwasserbewirtschaftung erarbeitet werden. Dazu werden wir in der morgigen Plenarsitzung einen Dringlichkeitsantrag einbringen. Nach unseren Berechnungen kann für einen Bruchteil der Bau- und Unterhaltungskosten eine ökologisch und ökonomisch nachhaltigere Versickerungslösung gebaut werden.

Hier geht es direkt zur Pressemitteilung.

Image by Silke Gebel, MdA (CC BY-NC-ND 2.0)

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