Neuigkeiten von der illegalen Mülldeponie in Berlin-Schmöckwitz

Auf dem Gelände der alten Reifenfabrik in Berlin-Schmöckwitz wurde am 08.05.2014 eine illegale Mülldeponie entdeckt. Nachdem meine erste Anfrage zu diesem Thema besorgniserregende Antworten erbrachte (eine Verunreinigung des Grundwassers wurde nicht ausgeschlossen), habe ich nochmals schriftliche Fragen beim Senat eingereicht.

Zwar hat der Senat noch immer keine Kenntnisse darüber, welcher Art die Abfälle genau sind und wie viel gefunden wurde, es gibt jedoch mittlerweile Ergebnisse zu den entnommenen Wasser- und Bodenproben. Nach Angaben des Senates ergab die Analyse der Bodenproben „[…] dass die ermittelten Gehalte an Schwermetallen, Arsen, MKW und EOX durchgängig als unauffällig zu betrachten sind. Bei den Grundwasseruntersuchungen wiesen alle analysierten Parameter keine Überschreitungen der Geringfügigkeitsschwellen auf.“

Dies sind unzweifelhaft sehr gute Neuigkeiten. Die generelle unbefriedigende Situation hat sich jedoch nicht verändert – die illegale Mülldeponie löst sich nicht von selbst in Luft auf! Die Frage, die weiterhin im Raum steht, ist, wie es weitergeht mit dem Gelände und welche Schritte eingeleitet werden müssen, damit diese Mülldeponie verschwindet. In diesem Zusammenhang geben die Antworten auf Frage fünf meiner Anfrage eine erste Ahnung, wie der Senat in Zukunft mit diesem Problem umgehen wird:

„Frage 5: Welche Bedrohung geht von den Abfällen für die Trinkwasserqualität des Wasserwerk Eichwalde aus?
Frage 5.1 Ist eine Sanierung des Geländes oder Teilen des Geländes erforderlich?
Frage 5.2 Welche Kosten werden bei einer etwaigen Sanierung entstehen?“

Antwort zu 5, 5.1 und 5.2:
„Keine; eine Beantwortung der Unterfragen ist deshalb nicht notwendig“

Es gibt scheinbar auf Seiten des Senates keine weiteren Überlegungen, ob/wie man auf diesem Gelände tätig wird – die Feststellung, dass der Boden und das Wasser nicht belastet sind scheint völlig ausreichend für den Senat. Diese Sicht der Dinge halte ich für äußerst bedenklich.

Image by Georg Kroemer (CC BY-NC-ND 2.0

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