Neue Erkenntnisse bei der Luftverschmutzung in Berlin

Die Berliner Luft ist stark belastet durch Luftschadstoffe. An zahlreichen Straßen werden die Grenzwerte für Luftschadstoffe jedes Jahr überschritten. Egal ob ihr in Mitte, Neukölln, Kreuzberg oder Steglitz-Zehlendorf lebt, überall müsst ihr hohe Konzentrationen von Feinstaub und Stickoxiden einatmen! Ich habe beim Senat angefragt, ob es neue Erkenntnisse zu der Luftverschmutzung in Berlin gibt. Hier findet ihr meine Fragen und die Antworten des Senates.

Der Senat hat die als Grundlage für den derzeitigen Luftreinhalteplan dienenden Modellrechnungen der verkehrsbedingten Luftbelastung für Stickstoffdioxid (NO2) wiederholt: „Aufgrund der jüngst bekannt gewordenen hohen Werte des Stickoxidausstoßes von Diesel-Pkw der EU-Abgasnormen Euro 5 und EURO 6 im realen Fahrbetrieb wurden die bisher im Modell verwendeten Emissionsfaktoren entsprechend den Vorgaben des Umweltbundesamts nach oben korrigiert, um die Übereinstimmung zwischen gemessener und berechneter Luftbelastung zu verbessern.“

Die neuen Berechnungen zeigen, dass noch immer 26.000 Menschen an den Hauptverkehrsstraßen Luftschadstoffimmissionen ausgesetzt sind, die über den Grenzwerten liegen. Der Grenzwert von 40 μg/m³ (Jahresmittelwert) wird an 184 Straßenabschnitten überschritten.

Diese Ergebnisse zeigen, dass die Maßnahmen des Senates zu kurz greifen, wir brauchen eine neue Politik bei der Luftreinhaltung. Wir Grünen haben dazu eine Menge Vorschläge, hier findet ihr unseren 10-Punkte Plan für saubere Luft.


Teaser & Image by Katharina-Franziska Kremkau / Silke Gebel, MdA (CC BY 4.0)

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