Naturnahes Regenwassermanagement anstatt ein Michael Müller Gedächtnisbecken

Mit dem erfolgreichen Volksentscheid Tempelhof, wurden auch die Pläne des Senates ein riesiges Regenwasserauffangbecken auf dem Feld zu bauen konterkariert. Die Planungskosten sind futsch und ein Plan B scheint es nicht zu geben. Ich habe zu diesem Thema schriftliche Fragen beim Senat eingereicht.

300 Meter lang, 120 Meter breit und fünf Meter tief – dieses Monstrum an Regenauffangbecken bleibt den Berliner BürgerInnen nach dem erfolgreichen Volksentscheid erspart. Drei Hektar des Flugfeldes wären für das Michael Müller Gedächtnisbecken zubetoniert worden. Unterm Strich steht nun ein glücklicherweise gescheitertes Projekt, welches aber bereits 200.000€ an Planungskosten verschlungen hat und ein Senat, der offensichtlich keinen Plan B hat und zu sehr darauf vertraut hat, dass der Volksentscheid scheitert. Vor allem für das stark verunreinigten Niederschlagswasser, welches am Platz der Luftbrücke und am Columbiadamm anfällt und bisher unbehandelt in den Landwehrkanal geleitet wird, braucht es neue Konzepte. Der Senat ist am Zug, er muss diese neuen Konzepte erarbeiten und zur Diskussion stellen. Der angenommene Volksentscheid 100%-Tempelhofer Feld sieht ausdrücklich Regenwassermanagement vor. Sinnvollerweise, denn so können die rund 500.000 Euro Kosten, die für die versiegelte Fläche auf dem Feld entstehen, für den Berliner Steuerzahler eingespart werden.

Image by montillon.a (CC BY 2.0)

Teile diesen Inhalt:

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld