Mobilität der BezirksbürgermeisterInnen im Ökocheck

Mit dem frisch beschlossenen Energie- und Klimaschutzprogramm 2030 verfolgt Berlin das langfristige Ziel bis zum Jahr 2050 zu einer klimaneutralen Stadt zu entwickeln und die Kohlendioxidemissionen um mindestens 85 Prozent, bezogen auf das Basisjahr 1990, zu reduzieren. Eine wichtige Baustelle mit Vorbildfunktion ist in diesem Zusammenhang der öffentliche Fuhrpark. Ich habe beim Senat angefragt, wie sich unsere BezirksbürgermeisterInnen fortbewegen.

Die Antworten vom Senat bzw. aus den Bezirken sind ernüchternd – der Klimaschutzgedanke scheint bei der Wahl des Dienstfahrzeuges keine, bzw. eine untergeordnete Rolle zu spielen. Alle Autos der BürgermeisterInnen emittieren mehr als 100g CO2/km. Spitzenreiterin ist Dr. Franziska Giffey (SPD), Bezirksbürgermeisterin in Neukölln, ihr Dienstfahrzeug emittiert 169g CO2/km. Alle Dienstkarossen fahren mit Diesel, ihr erinnert euch – Diesel ist der Kraftstoff, der besonders viel Feinstaub und Stickoxide verursacht.

Ich werde diese Anfrage in einem Jahr nochmal an den Senat stellen und hoffe, dass sich bis dahin der Fuhrpark der BezirksbürgermeisterInnen im Bezug auf den ökologischen Fußabdruck deutlich verbessert hat – möglich ist es, denn die meisten Bezirke setzen auf Leasingverträge, die jedes Jahr die Wahl eines neuen Fahrzeuges ermöglichen.

Also liebe BürgermeisterInnen, wie wäre es denn mal mit einem kleineren Auto, welches elektrisch betrieben wird? Oder ihr macht es gleich wie die Grüne Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann, die sich nur per Fahrrad und Öffis in ihrem Bezirk und ganz Berlin bewegt.


Teaser & Image by Katharina-Franziska Kremkau / Silke Gebel, MdA (CC BY 4.0)

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