Meine Fragen zur Spreeverockerung

Energie aus Kohle ist nicht nur schädlich fürs Klima, sie ist auch für massive Umweltverschmutzungen verantwortlich. So schwemmt das Grundwasser aus den Lausitzer Tagebauten Eisen und Sulfate in die Spree, die dann weiter gen Berlin transportiert werden. Das Eisenhydroxit führt zu einer Braunfärbung des Wassers, weshalb von einer Verockerung dir Rede ist. Die Sulfate sind nicht sichtbar, für Menschen aber in bestimmten Konzentration gesundheitlich bedenklich.

Da diese Ausschwemmungen nicht nur für den Spreewald gefährlich sind, sondern die steigende Sulfatkonzentration auch das Berliner Trinkwasser gefährden kann, habe ich den Berliner Senat vergangene Woche folgendes gefragt:

Berliner Trinkwasserversorgung durch Lausitzer Braunkohleabbau gefährdet?

1. Welche Maßnahmen ergreift der Senat, damit die durch den Lausitzer Braunkohleabbau steigenden Sulfatkonzentrationen in der Spree die Trinkwasserversorgung Berlins nicht gefährden?

2. Mit welchen Kosten beispielsweise bei Anpassungen im Rohrnetz- und Pumpwerkssystem der Stadt ist dabei zu rechnen?

Ich rechne mit einer Antwort in dieser Woche und bin mehr als gespannt. Im Wasserversorgungskonzept 2040 der Berliner Wasserbetriebe wird auf die ansteigende Sulfatkonzentration eingegangen, es werden dort vier Szenarien beschrieben, wie sich der Anteil der Sulfate in der Spree entwickeln kann.

Das Aktionsbündnis „Klare Spree“ hat alle Informationen zu diesem Thema gesammelt und auf ihrer Seite dokumentiert.

Teile diesen Inhalt:

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld