Max-Planck-Gymnasium muss bleiben!

Aus der Zeitung hat die Max-Planck-Schule es erfahren: Sie soll langfristig geschlossen werden und damit auslaufen. Das wäre ein fatales Urteil für das Gebiet rund um das Rathaus Mitte. Hier gibt es keine andere weiterführende Schule, die fußläufig erreichbar ist.

In der BVV-Mitte zeichnet sich eine Mehrheit ab, alle Parteien  bis auf die SPD sind gegen eine Schließung des für das Quartiers wichtigen Schulstandort. Damit sich die SPD vielleicht doch noch besinnt, sind jetzt alle engagierten Menschen gefragt, denen eine gute, gerechte Verteilung der Schulen im Kiez wichtig sind.

Online unterschreiben kann man hier:

Auf Change.org kann man die Petition nach dem Erhalt der Schule unterstützen.

Für den Erhalt auf die Straße gehen kann man morgen:
Was? Kundgebung zum Erhalt des Max-Planck-Gymnasiums
Wann? Morgen, Donnerstag, 11.09., 16:30 Uhr
Wo? Vor dem Rathaus Mitte (Karl Marx Allee 31, U5 Schillingstr.)

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Noch zum Hintergrund die Kernpunkte, dankenswerterweise von unserer kompetenten Fachpolitikerin Jenny Neubert (BVV-Mitte) niedergeschrieben:

Warum sind wir für den Erhalt ?
… Weil wir nicht lautlos hinnehmen dürfen, dass Schulstadträtin Smentek und Bürgermeister Hanke (beides SPD) eine gute* Schule schließen will, nur weil die SPD versäumt hat eine vernünftige Schulentwicklungsplanung auf den Weg zu bringen und nun wegen angeblich 5,5 Zügen zu viel im Oberschulbereich fast 800 Schulplätze aufgeben will.
*zu 94% ausgelastete, eine von 2(!) UNESCO-Projektschulen Berlins, seit 20 Jahren Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage, Vorreiter bei Sprachbildung, einziges Gymnasium, das Willkommensklassen/

Sprachlernklassen für Flüchtlinge eingerichtet hat u.v.m.

… Unsere Botschaft lautet: „Gute Schulen stärken statt schließen!“

… Weil wir dann nur noch ein einziges Gymnasium in Alt-Mitte haben und das ist deutlich zu wenig. (Wedding hat noch zwei, in Tiergarten gibt es noch Gymnasium und Gemeinschaftsschule)
…Unsere Botschaft lautet: „Ausgewogene Schulentwicklung im gesamten Bezirk statt Benachteiligung einzelner Regionen!“

… weil die Betrachtung der Kosten-Leistungsrechnung, die hier als Argument herangezogen wurde, beim genauen Hinsehen nicht die Max-Planck-Schule als zu teuren Standort ausweist.
… Unsere Botschaft lautet: „Schulen in Gänze und nich nur nach KLR-Kriterien betrachten, andere Möglichkeiten der Gegenfinanzierung sind zu prüfen wie z.B. die Abgabe des – teuersten- Französischen Gymnasiums an das Land Berlin wegen seiner überregionalen Bedeutung.“

… weil die Schule vorab nicht informiert wurde, sondern aus der Presse von ihrem Schicksal erfahren hat und wir diesen Politikstil der SPD ablehnen. …Unsere Botschaft lautet: „Schulentwicklung in Mitte: beteiligend und transparent sollte der (Mindest-) Maßstab für Verwaltungshandeln sein.“

Image by Silke Gebel, MdA (CC BY-NC-ND 2.0)

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