Kaum Bewegung bei der Abfallverwertung in Berlin

Jedes Jahr fallen in Berlin Unmengen an Abfällen an, diese sollen, so die gesetzliche Regelung, möglichst hochwertig weiter verwertet werden. Dies bedeutet, dass möglichst viel recycelt wird und als Sekundärrohstoff für neue Produkte bereit steht. Die Realität sieht anders aus: wir verbrennen das Meiste und jagen wertvolle Rohstoffe durch den Schornstein. Wir müssen hier umsteuern und Abfälle vermeiden und mit denen, die anfallen, muss sorgsamer umgegangen werden. Ich habe beim Senat Fragen eingereicht, wie im Jahr 2015 die Abfälle verwertet wurden. Meine Fragen und die Antworten des Senates findet ihr hier.

Leider gibt es keine positiven Nachrichten, noch immer wird der gesamte (!) Hausmüll (schwarze Tonne) verbrannt. Entweder im Kraftwerk Ruhleben, oder als Ersatzbrennstoff in Industrieanlagen. Besser sieht es aus beim Bioabfall (braune Tonne), diese Abfälle werden in einer Vergärungsanlage in Ruhleben hochwertig verwertet. Wie der Abfall aus der gelben Tonne verwertet wird, kann der Senat nicht sagen – es liegen „keine länderbezogenen Angaben über Verwertungsmengen und -wege für die in Berlin erfassten Verpackungen vor.“ Dies hat damit zu tun, dass Verpackungsabfälle (gelbe Tonne) von privaten Unternehmen gesammelt wird. Leider geben diese privaten Unternehmen nicht an, wie diese Abfälle verwertet werden. Für die Mengen, die in der Glas und Papiersammlung gesammelt wurden, liegen noch keine Daten vor, diese wird es erst im zweiten Quartal 2016 geben.

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