Grau statt Grün – das Bauprojekt der WBM auf der Fischerinsel

Jedes Jahr ziehen mehr Menschen nach Berlin, der Wohnraum wird knapp – es steht außer Frage, dass Berlin neue Wohnungen braucht, es muss gebaut werden. Bei allen Bauvorhaben muss allerdings darauf geachtet werden, dass möglichst intelligent geplant und gebaut wird. Versiegelung und Beton darf keine Antwort auf das Problem der Verknappung des Wohnraums sein. Berlin muss grün wachsen, wir brauchen grüne Dächer, dezentrales Regenwassermanagement und Ausgleichsmaßnahmen, wenn Grünflächen verbaut oder Bäume abgeholzt werden. Ich habe in diesem Sinn Fragen an den Senat zu dem Bauprojekt der WBM auf der Fischerinsel gerichtet. Meine Fragen und die Antworten des Senates findet ihr hier.

Die Antworten des Senates bzw. des Bezirkamtes Mitte offenbaren, dass Bauvorhaben in dieser Stadt noch immer viel zu häufig nach Schema F geplant und gebaut werden. Das Bezirkamt hat es sich sehr einfach gemacht: Entwidmung der Grünfläche, Veröffentlichung im Amtsblatt, Warten bis die Widerspruchsfristen verstreichen. Öffentlichkeitsbeteiligung, die über das Amtsblatt hinaus geht? Fehlanzeige. Auch sind keine Ausgleichsmaßnahmen für etwa die gefällten Bäume vorgesehen – das Bezirkamt teilt mit: „Für die gefällten Bäume sollen keine neuen Bäume gepflanzt werden“. Grau statt Grün wohin man blickt.

Wir brauchen eine neue Politik in Berlin, eine Politik, die für Wohnraum sorgt, aber auch darauf Wert legt, dass möglichst viel Grünfläche bestehen bleibt und Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt werden.

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