Giftiger Sandberg ein Einzelfall?

Im Tierpark Friedrichsfelde lagern illegal 55.000 Kubikmeter belasteter Boden, die Entsorgung dieses Bodens wird bis zu 2,4 Millionen Euro kosten. Die Senatsverwaltung wusste von dem belasteten Boden und hatte der Firma S., die mutmaßlich für große Mengen des belasteten Bodens verantwortlich ist, geeignete Deponien zur Entsorgung der Böden genannt – trotzdem landete der Boden im Tierpark. Diese Informationen konnte ich durch schriftliche Fragen und Akteneinsicht in Erfahrung bringen. Hintergründe zu dem Vorgang findet ihr hier und hier.
Bei einem solchen Skandal stellt sich zwangsläufig die Frage, ob es ein Einzelfall ist, oder Hinweise vorliegen, dass es noch weitere ähnliche Fälle gibt? Ich habe beim Senat schriftliche Fragen zu dieser Thematik eingereicht. Meine Fragen und die Antworten des Senates findet ihr hier.

Die Antwort des Senates auf meine zentrale Frage, ob es sich um einen Einzelfall handelt, ist deutlich: bei dem Vorgang um den belasteten Boden handele es sich um „[…] einen speziellen Einzelfall.“ Allerdings kann der Senat noch immer nicht sagen, ob nur die Firma S. belasteten Boden in den Tierpark transportiert hat. Der Senat gibt an, dass „[…] im Zuge der zum Tierpark durchgeführten Recherchen wurde im Jahr 2014 ermittelt, dass vom Bauvorhaben Neubau U5 ca. 8.000 t Boden durch die Fa. S. direkt zum Tierpark gefahren wurden.“ Woher aber stammen die restlichen Kubikmeter?
Ich werde das Thema weiter intensiv im Auge behalten und bei Neuigkeiten an dieser Stelle dazu informieren.

Image by Ingolf, (CC BY-SA 2.0)

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