Gerecht leben für die Zukunft

Zum Bundeskongress der GRÜNEN JUGEND habe ich mit anderen Leuten NACHTRAG: mit Linda Heitmann (GJ Hamburg), Co-Pierre Georg (GJ Jena), Jan Philipp Albrecht (GJ Wolfenbüttel), Gregor Möllring (GJ Hildesheim), Jakob Hahn (GJ München) und Philipp Hinrichsmeyer (GJ Kassel) einen Alternativantrag zur Präambel eingebracht. Hier geht es zum Antrag des Bundesvorstandes. Hier geht es zu allen Änderungsanträgen zum Leitantrag.

Die GRÜNE JUGEND kämpft für eine gerechte Welt. Im Gegensatz zu anderen politischen Kräften dieses Landes verwendet die GRÜNE JUGEND hierfür einen breiten Gerechtigkeitsbegriff, der ökologische Notwendigkeit mit sozialen Standards und freiheitlichen Werten verknüpft. Denn nur solch eine gerechte Welt ist der Garant für Freiheit, Frieden und Wohlstand. Diejenigen, deren Gerechtigkeitsbegriff vor den großen Unternehmen Halt macht, haben vergessen, dass Politik den und die Bürger und Bürgerin in den Mittelpunkt stellen und vertreten muss.
Wir stellen uns gegen einen falsch verstandenen Freiheitsbegriff wie ihn die FDP verwendet. Ein starker Staat lässt da Freiräume wo verantwortungsvolle BürgerInnen Freiraum brauchen und greift da ein, wo es nötig ist. Freiheit und Gerechtigkeit bedingen sich gegenseitig.

Unsere Vorstellung einer gerechten Welt zeichnet sich durch Solidarität zwischen den Menschen, durch Nachhaltigkeit und Selbstbestimmung aus, dadurch, dass Menschen ökologisch wie sozial verantwortungsvoll gegenüber anderen heute und den zukünftigen Generationen handeln. Wir treten ein für eine gleichberechtigte und damit gerechte Welt, die nicht nach willkürlichen Kriterien wie Hautfarbe, Geschlecht, Religion, sexueller Orientierung, Herkunft oder Überzeugung trennt.

Wir fordern dafür eine neue Gesellschaftsordnung! Wir wollen jetzt und hier politische Veränderungen durchsetzen, die die Lebenssituation von Menschen verbessern. Mangelnde Regulierung und eine rücksichtslose Mitnahmementalität gegenüber Umwelt und Gesellschaft haben uns in die aktuellen Krisen geführt: Trotz des enorm hohen Wohlstandsniveaus in den Industrieländern ist unsere Zeit durch drei lebensbeherrschende Krisen bestimmt: Der Klimawandel als zentrale ökologische Krise, die Nahrungsmittelkrise als globales Verteilungsproblem und nun die Finanzmarktkrise, die sich zu einer neuen Weltwirtschaftskrise ausgeweitet hat. Spätestens jetzt muss klar sein: Wir befinden uns nicht in einer Krise innerhalb des Systems. Das System des ungezügelten Kapitalismus steckt in der Krise! Alle drei Krisen zeigen überdeutlich, wie unsozial und wenig nachhaltig diese Art zu wirtschaften ist. Doch wir warnen vor Flickschusterei wie sie die große Koalition derzeit mit den zwei Konjunkturpaketen betreibt. Die Lösung kann nur darin bestehen, die drei Krisen gemeinsam als Herausforderung zu betrachten, und ein soziales und nachhaltiges Wirtschaftssystem global zu gestalten . Darum streitet die GRÜNE JUGEND für eine ökosoziale Marktwirtschaft.

Wir wollen Zukunft in Gerechtigkeit und Freiheit! Noch immer gibt es politische Kräfte wie bei den Jungen Liberalen und der Jungen Union, die allen Erkenntnissen zum Trotz für weniger Regulierung der Wirtschaft kämpfen. Mit uns gibt es kein Zurück zu den Antworten, die uns in die Krisen geführt haben. Wir denken nach vorn, wir streiten für Gerechtigkeit, für Nachhaltigkeit und für Selbstbestimmung. Für diese neue Gesellschaftsidee, diesen Green New Deal brauchen wir Partner. Die GRÜNE JUGEND ist nur Teil einer Jugendbewegung – wir streiten gemeinsam für den Wandel.

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  1. Matthias

    Da finde ich die ursprüngliche Version aber ansprechender. Den Gerechtigkeitsbegriff der Grünen Jugend vorwiegend im Gegensatz zu anderen zu definieren, finde ich schwach und wird der GJ nicht gerecht.

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  2. Silke Gebel

    Ich glaube, dass man Gerechtigkeit nur in Abgrenzung zu anderen AkteurInnen sehen kann, da jedeR AkteurIn für sich in Anspruch nehmen wird, gerechte Politik zu machen. Der Punkt ist nur, wie du Gerechtigkeit dann in seiner letzendlichkeit verstehst. Und das habe ich klar abgegrenzt. Dementsprechend wird dieser Text der GJ in voller Gänze gerecht.

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