Dioxine, Biozide und andere Schadstoffe in den Gewässern Berlins

Die Gewässer Berlins sind nicht dreckig –  man findet allerhand Schadstoffe, die Mensch und Tiere gefährden. Um einen Überblick zu bekommen, welche Stoffe besonders kritisch sind, habe ich beim Senat Fragen eingereicht, ihr findet sie zusammen mit den Antworten des Seantes hier.

Das der Zustand der Flüsse und Seen in Berlin zu Wünschen übrig lässt ist allgemein bekannt, die Vielzahl von Schadstoffen, bei denen Grenzwerte überschritten werden, hat mich jedoch erstaunt. Bei den sehr schädlichen Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (kurz PAK) wurden Grenzwerte in der Panke und an allen (!) mehrjährigen Messstellen in Dahme, Vorstadt- und Stadtspree sowie Ober- und Unterhavel, Teltowkanal, den innerstädtichen Kanälen, Neuhagener Mühlenfließ, Wuhle, Panke und Tegeler Fließ wiederholt überschritten. Auch bei Arzneimittelspurenstoffen ist das Bild deckungsgleich – für Diclofenac und das Antibiotikum Erythromycin werden die Umweltqualitätsnormen Vorschläge des Umweltbundesamtes (die Arzneimittelhersteller währen sich mit Händen und Füßen, dass in diesem Bereich Umweltqualitätsnormen festgelegt werden) an zahlreichen Messstellen überschritten. Für Quecksilber, ihr werdet euch nicht wundern, werden ebenfalls die Umweltqualitätsnormen überschritten. Die Ergebnisse zeigen, dass wir eine progressivere Umweltpolitik brauchen, der derzeitige Senat tut leider viel zu wenig, um Mensch und Natur zu schützen. Ich habe zusammen mit der LAG Umwelt ein Papier zur Gewässerpolitik geschrieben, in dem wir grüne Antworten in der Gewässerpolitik formuliert haben. Ihr findet es hier.

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