Dioxin in den Gewässern Berlins? Der Senat sieht kein Problem!

Fisch ist gesund! Diese grundsätzliche Feststellung trifft bei dem Aal, der in den Gewässern Berlin gefangen wird, leider oft nicht zu. In 9 von 26 Stichproben wurden in gefangenen Aalen die Höchstgrenzen krebserregenden Stoffen, wie etwa Dioxin, übertroffen. Es stellt sich die Frage, woher diese sehr hohe Belastung kommt und was dagegen getan werden kann bzw. muss. Zu diesem Thema habe ich beim Senat schriftliche Fragen eingereicht, zusammen mit den Antworten des Senates findet ihr sie hier.

Wenn Dioxin in Fischen nachweisbar ist und im Aal die Grenzwerte für Schadstoffe bei vielen Stichproben überschritten werden, ist zweifelsohne zu viel Dioxin im Wasser. Woher kommt es, wo sind die Eintragsquellen, was kann dagegen getan werden – all dies sind Fragen, die sich zwangsläufig stellen. Leider sind dies auch Fragen, die der Senat nicht beantworten kann und dies aus dem simplen, wie erschreckenden Grund, dass bei den regelmäßig stattfindenden chemischen Untersuchungen der Berliner Gewässer die Dioxinbelastung nicht untersucht wird! Die letzte Sedimentbeprobung (Dioxin reichert sich im Sediment an) wurde 1995 (!) durchgeführt. Aus meiner Sicht geht der Senat zu leichtfertig mit dem Problem um – die Fischproben zeigen, dass ein besserer Kenntnisstand dringend notwendig ist. Der einzige Lichtblick, der aus den Antworten des Senates hervorgeht ist, dass 2015 (das erste Mal seit 20 Jahren) wieder Sedimentbeprobungen stattfinden sollen. ich werde darauf drägen, dass diese auch wirklich durchgeführt werden und Sie/Euch an dieser Stelle über die Ergebnisse informieren.

Image by Diamond Geezer CC BY-NC-SA 2.0

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