Die Sammlung von Elektroaltgeräten muss verbessert werden

Die Zahl der verkauften Elektrogeräte steigt stetig an, vor allem die Unterhaltungselektronik trägt zu diesem Trend bei. Jedes Elektrogerät ist gleichzeitig auch ein kleines Rohstofflager. Die verwendeten Rohstoffe werden häufig unter sozial fragwürdigen und ökologisch katastrophalen Bedingungen abgebaut. Es ist deshalb von zentraler Bedeutung, dass möglichst viele von den nicht mehr genutzten Elektrogeräten eingesammelt und einer Wiederverwendung zugeführt werden. Sollte dies nicht möglich sein, müssen die Geräte hochwertig stofflich recycelt werden. Ich habe zu diesem Thema schriftliche Fragen beim Senat eingereicht.

Bei steigenden Verkaufszahlen von Elektrogeräten sollte man annehmen, dass auch immer mehr Elektrogeräte nach Ende der Nutzungsdauer eingesammelt und wiederverwendet bzw. stofflich verwertet werden. In anderen Bundesländern lässt sich genau dies auch beobachten, in Berlin ist es jedoch genau umgekehrt. Die Antworten des Senates auf meine Fragen haben ergeben, dass die Sammelquote in Berlin in den letzten Jahren rückläufig ist bzw. stagniert. Wurden 2011 noch 7,69 kg pro Einwohner und Jahr gesammelt, waren es 2013 nur noch 6,66 kg E*a. Mit diesem Wert liegt Berlin mehr als 10% unter dem deutschen Durchschnitt, der wiederum im Vergleich mit beispielsweise Schweden (15,9 kg E*a) ebenfalls suboptimal erscheint.
Die bisher unternommen Versuche die Sammelquote zu steigern, etwa die Kooperation der BSR mit Baumarktketten, werden nicht die gewünschten Erfolge bringen. Es muss ein verbraucherfreundlichen Holsystem eingerichtet werden, wie es bereits im Abfallwirtschaftskonzept 2010 festgelegt wurde.
Neben der Sammlung muss auch die anschließende Verwertung der Geräte optimiert werden, zu diesem Thema werde ich weitere Fragen beim Senat einreichen.

Image by Thomas Karr, CC BY-SA 2.0

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