Die Rebellen von der Otto-Braun-Straße

Neulich bekam ich eine Email eines Anwohners, der mit mir über die Bebauung in seiner Nachbarschaft reden wollte. Mit unserem grünen Stadtentwicklungspolitiker aus Mitte Frank Bertermann habe ich mich auf den Weg zur Otto-Braun-Straße/Mollstraße gemacht.

Aus den Fenstern hängen Transparente „Kein Zillemiljöö“ oder „Ich könnt‘ Reyern“ steht da drauf. Die AnwohnerInnen sind sauer, dass hier gebaut wird und dass das ganze über ihren Kopf entschieden wurde. Frank und ich waren die ersten PolitikerInnen, die sich mit ihnen unterhalten haben, die zugehört haben. (Auf Schreiben an Wowereit und Junge-Reyer, sowie an Hanke und Gothe, gab es jedes Mal einen Brief aus der Verwaltung.) Aus einem geplanten Gespräch zu dritt, wurde so eine Gruppe von 25.

Die Lage ist vertrackt: Gegen den 2000 im Gesetz- und Verordnungsblatt veröffentlichten Bebauungsplan wurde vorher nicht geklagt, er ist somit gültig. Geplant ist ein Büro- und Wohnbeäude, was in L-Form an den bisherigen Wohnblock auf der als Parkplatz genutzten Fläche rangebaut werden soll. Die bislang freistehende Front würde zum „Hinterhof“.

Ich muss sagen, ich bin beeindruckt mit welchem Engagement sich die Menschen in der Mollstraße vor allem füreinander einsetzen. Die Taz hat bereits darüber berichtet, als die engagierte Bewohnerschaft eine Kundgebung organisierte.

Teile diesen Inhalt:

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld