Bundeskongress GRÜNE JUGEND

Der Bundeskongress der GRÜNEN JUGEND wird am Wochenende eine große Reihe an Anträgen befassen. Einen Tag vor Kongressbeginn sind 31 Anträge eingegangen. Zwei davon befassen sich mit der Frage des Umgangs der Prostitution in Deutschland. Ein Antrag, der A-06 ist von Max Pichl aus dem Bundesvorstand und fordert die Legalisierung. Ein anderer, A-13 wurde aus Teilen der „Frauenkommission“ der GRÜNEN JUGEND geschrieben und fordert die Illegalisierung von Prostitution. Neben der Debatte um die Nach-der-Bundestagswahlzeit versprachen diese beiden Anträge viel Diskussionsstoff.

Ich bin der Ansicht, dass das rot-grüne Prostitutionsgesetz ein wichtiger und wegweisender Schritt für den Umgang mit Prositution war und ist und habe daher immer dem Antrag von Max Pichl nahegestanden. Ich glaube, dass durch Illegalisierung – auch wenn es „nur“ die Illegalisierung der „Freier“ ist – den Sexarbeitenden mehr geschadet wird und würde bei Fragen zur Prostitution immer den Fokus auf Rechtssicherheit, Soziale Unterstützung und Schutz vor den Zuhältern und Freiern legen.

Wie auch immer. Spannend wurde es heute, als Hydra e. V. (laut Webseite „die erste autonome Hurenorganisation in Deutschland, die 1980 von sozial engagierten Frauen aus unterschiedlichen Berufssparten ins Leben gerufen wurde.“) eine Stellungnahme an die Teilnehmenden des Bundeskongress der GRÜNEN JUGEND schrieb. Sie ruft darin auf, beide Anträge abzulehnen, aber vor allem den A-13, der Prostitution zurück in die Kriminalität drängen will:

WIR FORDERN SIE AUF:
Lehnen Sie Antrag A-06 ab!
Lehnen Sie Antrag A-13 AUF JEDEN FALL ab!

Max Pichl überlegt in seinem Blog nun am besten beide Anträge zurückzuziehen. Fände ich gut und am besten im kommenden halben Jahr ein Seminar zu dem Thema organisieren und Hydra mal einladen und die MacherInnen vom rot-grünen Prostitutionsgesetz. Die haben sich ja sicherlich auch was dabei gedacht. Es bleibt also spannend!

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