Bewerbung für das Berliner Abgeordnetenhaus

Gerade habe ich meine Bewerbung beim Landesverband der Berliner Grünen für das Abgeordnetenhaus eingereicht. Hier kann sie eingesehen werden: Silke_Bewerbung. Unten ist sie nochmal inline im Blog. Ich möchte in den kommenden fünf Jahren mit euch Berlin gestalten. Ich freue mich auf eure Fragen,  auf eure Unterstützung und auf eureAnmerkungen!

—————————————

Liebe Freundinnen und Freunde,
ich streite für ein Berlin als Vorreiterin bei klimafreundlichen Technologien,
als Vordenkerin einer demokratischen Stadtkultur und als grüne Metropole in Europa. Aus meinem ehrenamtlichen Engagement und meinen beruflichen
Erfahrungen haben sich drei Grundsätze herausgebildet, die mein politisches
Handeln prägen: vermeintliche Gegensätze wie Wirtschaft und Ökologie
müssen zusammen gedacht werden, eine lebendige Stadt braucht ihre Bürgerinnen und Bürger beim Entscheiden und Politik für Berlin muss auf allen Ebenen gemacht werden.

Berlin muss zur Bewältigung des Klimawandels und zur Schaffung von Arbeitsplätzen Wirtschaft und Ökologie verbinden. Was der Grüne New Deal im Großen will, müssen wir vor Ort erreichen: Dafür brauchen wir die ganze
Wirtschaft, vom großen Gasturbinenunternehmen über den Spätibesitzer am
Kotti oder das Hostel am Rosenthaler Platz. Unsere Aufgabe wird es bei
diesem Umbau sein, einen verlässlichen Rahmen zu bieten, der einerseits
Wettbewerbsfähigkeit sichert, aber gleichzeitig ökologische Innovationen
fördert und soziale Standards einfordert. Nur so können Konzepte wie energiearme und rohstoffeffiziente Herstellung oder Kreislaufwirtschaft als
fester Bestandteil der Berliner Unternehmen umgesetzt werden. Nur so
schaffen wir gute Arbeit und fördern neue zukunftsfeste Arbeitsplätze. Ich
will diese Politik nicht nur im Plenum verteidigen, sondern rausgehen in die
Kammern, mit Betriebsräten und den klein- und mittelständischen UnternehmerInnen im Kiez diskutieren, und sie mitnehmen und einbeziehen.

Berlin muss seine Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen! Wir brauchen institutionalisierte Bürgerbeteiligung, die über erzwungene Volksentscheide
hinausgeht. Politische Beteiligung an und Transparenz von Entscheidungsprozessen sind für eine lebendige Demokratie, für eine lebendige Stadt unerlässlich. Dieser Grundsatz zieht sich für mich durch alle Politikbereiche, und diesen Grundsatz will ich aus dem Abgeordnetenhaus heraus vorantreiben.
Berlin muss Europa nutzen, wenn es seinen politischen Spielraum erweitern
will. Die EU ist in den letzten Jahren politisch geworden: Die FFH-Richtlinie
im Naturschutzbereich, Antidiskriminierungspolitik oder Normungsrichtlinien, EU-Entscheidungen werden vor Ort in den Bezirken und im Land umgesetzt. Berlins Politik wird also auch in Europa gemacht! Mit Blick auf Berlin hat man den Eindruck, von dieser Stellschraube hat noch niemand was gehört. Es gibt weder Anstrengungen zur Mitsprache in der EU-Politik noch eine gezielte Nutzung der EU-Fördergelder, da sie nicht einmal abgerufen werden. Ich werde mich für eine bessere Nutzung der europäischen Möglichkeiten durch Berlin einsetzen! Berlin braucht eine politische Koordinierung der Europapolitik mit Zivilgesellschaft, Wirtschaft und PolitikerInnen aller Ebenen. Nur so kann sich die Stadt als Metropole in der Mitte Europas behaupten, nur so kann Berlin in diesem Jahrhundert Politik machen.
Als Europäerin, Verwaltungswissenschaftlerin und Grüne (die sich mit der
rot-roten Wirtschaftspolitik aus dem 20. Jahrhundert nicht zufrieden gibt),
will ich meine Grundsätze mit euch durchsetzen und Berlin verändern. Dafür
bitte ich um eure Unterstützung bei meiner Kandidatur auf einen aussichtsreichen Listenplatz unserer bündnisgrünen Liste zur Abgeordnetenhauswahl
2011.
Herzliche Grüße,
Silke

Teile diesen Inhalt:

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld