Besuch der Biomasseanlage im Märkischen Viertel

Viel wurde über Biomasse zur Energiegewinnung mit allen Schwächen und Stärken diskutiert. Ein Ergebnis dieser Diskussion ist das Biomasse-Heizkraftwerk im Märkischen Viertel. Gemeinsam mit dem Kreisvorsitzenden der Grünen aus Reinickendorf, Jörg Nicolas Rödger, habe ich mir vor Ort einen konkreteren Überblick verschafft.

Das Biomasse-Heizkraftwerk Märkisches Viertel soll das Versorgungsgebiet im Norden Berlins mit klimaneutraler Energie ergänzen. Vergleicht man den vorherigen Energieträger Kohle, bzw später Gas und Öl, ist die Biomasse ein enormer Schritt unter Klimaaspekten nach vorne. Insgesamt erzeugt das BMHKW eine Leistung von 5 Megawatt (elektrisch) und 18 Megawatt (thermisch). Damit soll ein Teil des Märkischen Viertel alleine darüber mit Wärme versorgt werden und zu einer Niedrigenergiesiedlung ausgebaut werden. Mit der GESOBAU besteht ein entsprechender Vertrag. Eine gute, vorbildliche Kooperation. Es werden rund 70.000 t Holzhackschnitzel aus Waldrestholz und naturbelassenem Holz verarbeitet. In welchem Verhältnis diese zueinander stehen, konnte ich erstmal nicht rausfinden. Für Hinweise bin ich dankbar.

Unterm Strich kann ich sagen: Ich werde die Eindrücke gerne mit in die Enquete-Kommission für Neue Energie für Berlin mitnehmen. Als Mitglied dieses neuen Ausschuss erarbeite ich gerade ein Konzept wie Abfälle energetisch genutzt werden können, die nicht stofflich wiederverwertet werden können. Damit rückt Grünschnitt, Bioabfälle oder „Parkrestholz“ in den Fokus. Also Potential für Biomasseanlagen in Berlin, die in naher Zukunft Kohle, Gas und Öl ersetzen können.

Image by Silke Gebel, MdA (CC BY-NC-ND 2.0)

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