Anbaden in Berlin – natürlich in sauberem Wasser

Silke Gebel, umweltpolitische Sprecherin, sagt mit Blick auf den Beginn der Berliner Badesaison 2015 (15. Mai) zur Berliner Wasserqualität:

Wir wünschen allen Schwimmerinnen und Schwimmern ein schönes und ungestörtes Badevergnügen an den ausgewiesenen Badestellen in Berlin. Wir setzen uns dafür ein, dass zu den 38 offiziellen Stellen noch weitere hinzukommen. Bedauerlicherweise will der Senat aus eigenem Antrieb keine Maßnahmen ergreifen, um weitere Badegewässer auszuweisen (siehe Schriftliche Anfrage anbei; Drucksache 17/16003).

Mehr als zehn Jahren nach dem Badeverbot in der Spree ist es höchste Zeit, dass auch in Berlins bekanntestem Fluss der Sprung ins kühle Nass wieder möglich wird. Der Senat muss in einem ersten Schritt ein klares Bekenntnis zum Baden im Fluss ablegen und dem dann auch Taten folgen lassen.

Weiterhin spülen starke Regenfälle bis zu 30 Mal im Jahr Fäkalien aus der Kanalisation in die Spree – ungefiltert! Das macht das Baden im Sommer mancherorts unmöglich. Allein mit Blick auf den durch Fäkalien übertragenen E.coli-Erreger wurde in den letzten zehn Jahren fast 80 Mal der Grenzwert in den Berliner Badegewässern überschritten (s. Anfrage).

Eine Strategie, wie Starkregen die Kanalisation künftig nicht mehr überlaufen lässt, hat der Senat bis heute nicht vorgelegt. Um die Kanalisation zu entlasten, wollen wir unter anderem eine Gründachstrategie auf den Weg bringen. Bepflanzte Dächer sind ein wichtiger Baustein, um Regenwasser vor Ort zu halten und so Überläufe der Kanalisation zu verhindern.

http://www.gruene-fraktion-berlin.de/sites/default/files/S17-16003.pdf

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