Abfalltrennung muss in Berlin honoriert werden

Dass mehr als 90 Prozent der BerlinerInnen ihren Müll trennen wollen, müsste eigentlich honoriert werden. Mit fehlenden Biotonnen, unzureichender Beschilderung der Wertstofftonne und dem neuen Gebührenmodell der BSR ab 2015 passiert jedoch das Gegenteil.

Auch wenn die BürgerInnen Biomüll und Wertstoffe besser sortieren, ist die Mülltrennung in Berlin weiterhin ausbaufähig. Rund 80 Prozent der gesamten Bioabfälle landen immer noch im Restmüll, noch immer gibt es 24 Prozent Fehlwürfe in der Wertstofftonne. Aktionen wie der Abzug der Glastonnen in einigen Bezirken führen zu Frustration und motivieren Menschen nicht, ihren Müll besser zu trennen.

Das zum kommenden Jahreswechsel anstehende neue Gebührenmodell der BSR schlägt in die gleiche Kerbe. Durch die feste Basispauschale werden die Menschen benachteiligt, die weniger Müll produzieren und vor allem ihren Müll gut trennen. Das Motto muss lauten: Wer richtig trennt, wird auch belohnt.

Zudem steht die 2010 mit dem Abfallwirtschaftskonzept beschlossene, kostenfreie Biotonne für alle BerlinerInnen immer noch nicht zur Verfügung. In weiten Teilen der Stadt und insbesondere in den Außenbezirken stehen noch nicht einmal Biotonnen. Mindestens 300 000 Tonnen organischer Abfall für die Energiegewinnung stecken noch ungenutzt im Hausmüll. Mit einer flächendeckenden Biotonne, die ab Januar 2015 bundesgesetzlich vorgeschrieben ist, kann dieses Energiepotential endlich gehoben werden.

Hier geht es direkt zur Pressemitteilung.

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